Länderkunde mal anders – Liebenswertes über Land und Leute weltweit

Übers Jahr versorgen wir Sie regelmäßig mit Informationen über unsere Angebote, Delegations- und Unternehmensreisen, Messen und Veranstaltungen. Vielfältig sind die Regionen rund um den Globus, deren Märkte wir gemeinsam mit Ihnen in den Fokus nehmen, immer auf der Suche nach lohnenden Optionen zur Anbahnung oder zum Ausbau lukrativer Auslandgeschäfte.

Neben ökonomischen Parametern wie Branchenstruktur, Konsumentenzahlen oder Flächenpotenzialen gibt es auf den fernen Märkten jedoch stets auch unzählige Aspekte, die dem jeweiligen Land ein besonderes Gepräge verleihen helfen, seinen individuellen Charakter offenbaren oder uns ganz einfach beispielhaft Gepflogenheiten und Vorlieben seiner Bewohnerinnen und Bewohner näher bringen. In unserer heutigen Ausgabe haben wir einige liebenswerte länderspezifische Besonderheiten zusammengestellt. Wer weiß, vielleicht bringt Sie die ein oder andere Episode am Ende sogar noch auf eine neue Geschäftsidee?!

Finnland
Die Saunakultur spielt in Finnland eine große Rolle. Sogar das Parlament in Helsinki besitzt eine solche Schwitzstube, in der „hitzige“ Debatten geführt werden können. Auch die finnischen Botschaften im Ausland sind standardmäßig mit Saunen ausgestattet. 

Vatikan
Die Geldautomaten der Vatikanstadt können Latein! Wer in dem katholischen Stadtstaat Geld abheben möchte, kann sich am „automatum monetale“ für die lateinische Sprache entscheiden. Dann zahlt es sich endlich aus, wenn man sich in der Schule durch den Lateinunterricht gequält hat ... 

Israel
Haben Sie gewusst, dass Israel gerade mal so groß wie das Bundesland Hessen ist? Es dauert nicht einmal sechs Stunden, das kleine Land von Norden nach Süden mit dem Auto zu durchqueren. Die beiden größten Städte, Jerusalem und Tel Aviv, sind nur eine einstündige Autofahrt voneinander entfernt.

Schottland
Den kürzesten Linienflug der Welt können Sie in Westschottland buchen: Die kleinen Orkney-Inseln Westray und Papa Westray liegen nur wenige Kilometer auseinander, die Flugzeit beträgt planmäßig zwei Minuten – bei günstigen Witterungsbedingungen sogar nur 47 Sekunden. 

Dubai
In Dubai fährt die Polizei im Sportwagen Streife: Zum Fuhrpark der Ordnungshüter gehören schnittige Modelle wie der Lamborghini Aventador, Bugatti Veyron und Porsche 918 Spyder. Vor allem an den Touristen-Hotspots wie auf der Insel Palm Jumeirah sind die Polizisten damit unterwegs. 

Island
Als „Elfenbeauftragte“ hat sich Erla Stefánsdóttir in ihrer Heimat Island einen Namen gemacht. Sie war Autorin und Medium und hat beispielsweise bei geplanten Bauvorhaben kontrolliert, ob durch die Arbeiten keine Elfenheimat zerstört wird. Seit ihrem Tod im Jahr 2015 sind mehrere Menschen in ihre Fußstapfen getreten.

Thailand
Wir kennen Thailands Hauptstadt unter dem Namen Bangkok. Die vollständige Bezeichnung lautet allerdings Krungthepmahanakhon Amonrattanakosin Mahintharayutthaya Mahadilokphop Noppharatratchathaniburirom Udomratchaniwetmahasathan Amonphimanawatansathit Sakkathattiyawitsanukamprasit. 

Fidschi
Durch die Insel Taveuni im Südpazifik verläuft der 180. Längengrad und damit die Datumsgrenze. Ein Schild macht Besucher darauf aufmerksam, wo genau der neue Tag beginnt, sodass man hier mit einem Bein im Heute und mit einem im Morgen stehen kann. 

Neuguinea
Auf Neuguinea und einigen umliegenden Inseln werden etwa 800 verschiedene Sprachen gesprochen. Die sogenannten Papuasprachen lassen sich zwölf Sprachfamilien zuordnen und werden von vier Millionen Menschen gesprochen.

Kroatien
Die kroatische Insel Hvar lockt mit trockenen, heißen Sommern und milden Wintern. Frost und Minusgrade sind in der Adria so selten, dass einige Hotels mit Gratis-Übernachtungen werben, sollte es jemals schneien. 

Und zum Schluss: „Ja“ und „nein“ im Wandel der Kulturen

Vielerorts gibt es gegenüber Deutschland und anderen europäischen Ländern einen Unterschied bei der Deutung von „Ja“ und „Nein.“ In den meisten Ländern nickt man mit dem Kopf, um etwas zu bejahen. In Bulgarien hingegen stimmt man mit einem Kopfschütteln dem Gegenüber zu und mit einem Nicken vermittelt man ein Nein. Kein Wunder, dass es zwischen Geschäftsleuten sehr schnell zu Missverständnissen kommen kann. Ähnlich verhält es sich in Indien und Pakistan. Um dort etwas mit „Ja“ zu bestätigen, wiegen die Einwohner ihren Kopf hin und her. In Äthiopien wirft man sogar den Kopf zurück, um „Ja“ zu sagen. In arabischen Ländern, Griechenland, der Türkei und Süditalien bedeutet dies jedoch wiederum „Nein“. Um in Japan etwas zu verneinen, schüttelt man nicht wie in Deutschland mit dem Kopf, sondern wedelt mit der Hand wie ein Scheibenwischer vor dem Gesicht herum. Ohnehin benutzen die meisten Japaner anstelle des Wortes „nein“ das Wort „vielleicht“ (jap. Tabun)