Delegationsreisen – bei uns definiert als politisch flankierte Unternehmensreisen – bilden ein durchaus erfolgreiches und wesentliches Format der Thüringer Außenwirtschaftsförderung mit sowohl mittelbar messbarem wie auch unmittelbarem Nutzen. Die politische Flankierung erfolgt meist durch den Thüringer Ministerpräsidenten und/ oder die Thüringer Wirtschaftsministerin.
Neben den Vorteilen der klassischen Unternehmensreisen profitieren Thüringer Unternehmen und Institutionen vor allem von der politischen Flankierung als Türöffner zu Terminen und Gesprächen mit hochrangigen Entscheidungsträgern. Innerhalb der Delegation treten die einzelnen Akteure als Teil einer starken Gruppe auf. Dadurch wird die äußere Sichtbarkeit deutlich erhöht und die Wahrnehmung gesteigert. Häufig werden bereits auf den Reisen konkrete Verträge, Kooperationsvereinbarungen oder MOU´s unterzeichnet.
Während der Delegationsreisen werden zudem sogenannte „Investoren-Seminare“ durchgeführt, auf denen gezielt potenzielle Investoren aus dem Zielland angesprochen werden. Oft entstehen hieraus ebenfalls bereits kurzfristig neue Vorhaben; in manchen Fällen ergeben sich aber positive Investitionsentscheidungen auch erst nach längerer Zeit.
Darüber hinaus profitiert der Freistaat in vielen weiteren Bereichen von einem gestiegenen internationalen Bekanntheitsgrad durch diese Reisen: sei es bei der Forcierung von Bildungs- und Forschungskooperationen oder bei der Bewerbung von Thüringen als Urlaubsziel.
In diesem Jahr werden bereits drei Delegationsreisen angedacht und in ihrer Planung konkretisiert: Schon Ende Mai wird Ministerpräsident Mario Voigt eine Delegationsreise nach Indien leiten. Gerade vor dem Hintergrund des aktuell ausgehandelten historischen Freihandelsabkommens zwischen der EU und Indien mit perspektivischem Zollabbau für über 96 Prozent der Güter eröffnen sich hier auch für Thüringer Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten. Weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte demnächst unserer Website. Weitere angedachte Delegationsreisen führen Mitte des Jahres nach Polen und im November in den Mercosur-Raum, genauer gesagt nach Argentinien und Brasilien.
