Ganz konkrete Instrumente aus dem „Werkzeugkoffer“ des international agierenden Mittelständlers standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. „Smartes Marketing weltweit – Aktuelle Strategien für KMU entlang der 4 Ps“ lautete der Titel der diesjährigen Veranstaltung, im Fokus standen also Marketing und Vertrieb, und mit ihnen die klassischen 4 Ps des Marketingmixes. 286 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich umfassend zu informieren und untereinander zu vernetzen.
Zum Auftakt begrüßte Colette Boos-John, Thüringer Ministerin für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TMWLLR), die zahlreich erschienenen Gäste im Rahmen eines Austauschs mit Dr. Ralf-Uwe Bauer, Präsident der IHK Ostthüringen zu Gera, und Andreas Krey, Geschäftsführer der LEG Thüringen – TMWLLR, LEG und der Arbeitskreis der Thüringer IHKen waren auch in diesem Jahr Veranstalter des AWT. Weiteren Input gab die Keynote „Smartes Marketing im Wandel – globale Trends für KMU“ von Markus Milz, Unternehmensberater und Verkaufstrainer aus Köln. Der Redner motivierte, informierte und gab viele praxisorientierte Anregungen, wie Mittelständler speziell die Vielzahl neuer digitaler Tools für ihre Marketing- und Vertriebsaktivitäten nutzen können. Er spannte den Bogen von KI-Anwendungen über Social Selling, Corporate Influencer Marketing und IT-Agents bis hin zur intelligenten Aggregation von Daten. Eine seiner zentralen Aussagen war in dem Zusammenhang, dass die Anpassungsfähigkeit im Wandel ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen ist – generell unterstützt gerade das Veranstaltungsformat des AWT diesen Gedanken. Zwei Impulsblöcke im Anschluss an die Keynote beleuchteten mit Kurzvorträgen die 4 Ps Product, Price, Place und Promotion. Konkrete Herausforderungen und Antworten darauf thematisierte auch die anschließende Paneldiskussion: Unter dem Leitsatz „Die 4 Ps in der Praxis – was funktioniert wirklich?“ diskutierten Unternehmerinnen und Unternehmer aus Thüringen, teilten ihre Erfahrungen, gaben Anregungen und beantworteten Fragen.
Viel Wissenswertes zeigte die begleitende Ausstellung, die während der Veranstaltung besucht werden konnte, insbesondere in der mittäglichen Kaffeepause und zum gemeinsamen Ausklang mit Imbiss am Ende der Veranstaltung. Zudem bot der AWT wie jedes Jahr vielfältige Chancen zum intensiven Austausch mit unseren Auslandsbeauftragten und Fachleuten, die in verschiedensten Ländern und Regionen Thüringer Unternehmen beim Auf- und Ausbau ihrer Aktivitäten vor Ort beraten und unterstützen. Optional konnte nach dem AWT, im Zeitfenster von 16 bis 17 Uhr, ein kurzes Pitch- und Sales-Training in englischer Sprache besucht werden; dieses wurde angeboten von Daniel Feldkamp, der seit kurzem im neu eröffneten US-Auslandsbüro in Chicago Ansprechpartner für Thüringer Firmen ist, die in den Staaten aktiv sein wollen. Auch dieser finale Programmpunkt folgte der diesjährigen Zielsetzung, allen Besucherinnen und Besuchern praktische Handlungsanweisungen und konkrete Handreichungen zu vermitteln – ein Konzept, das aufging, stießen doch die Programminhalte bei den zahlreichen Gästen auf eine durchweg positive Resonanz.
Hintergrund:
Der AWT ist die Jahresleitveranstaltung für die Thüringer Außenwirtschaft und bildet für die Thüringer Firmen und Forschenden eine Plattform für vielfältigen Informationsgewinn und Austausch hinsichtlich ihres erfolgreichen Engagements auf Auslandsmärkten. Gerade in Zeiten, in denen die weltwirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen wachsen, soll der AWT Orientierung geben, das Miteinander fördern sowie Mut und Motivation für das internationale Geschäft vermitteln. Fundierte Wortbeiträge, instruktive Dialogformate sowie die Chance zum Austausch mit unseren Auslandsbeauftragten sowie Partnern aus vier Kontinenten eröffnen allen Teilnehmenden viele Möglichkeiten, ihre Internationalisierung zu optimieren.
