Thüringer Außenhandel entwickelt sich gegen den Bundestrend positiv

Obwohl Exporte stärker zulegten als Importe, blieb ein Handelsbilanzdefizit bestehen. Größere Thüringer Betriebe tun sich aktuell schwerer im internationalem Geschäft.

Nach vorläufigen Angaben des Bundesamtes für Statistik zum Berichtszeitraum 2023 konnte der Freistaat Thüringen sein wertmäßiges Exportvolumen um knapp 6 Prozent auf 18,7 Milliarden EUR steigern. Die Thüringer Importe stiegen um 4,5 Prozent auf 19,1 Milliarden EUR. Somit betrug das Handelsvolumen 37,8 Milliarden EUR und das Handelsdefizit knapp 0,5 Milliarden EUR.

Interessanterweise kann festgestellt werden, dass der vom Thüringer Landesamt für Statistik ausgewiesene Wachstumswert des Auslandsumsatzes von Thüringer Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit mehr als 50 Beschäftigten um 0,7 Prozent gesunken ist; der Inlandsumsatz dieser Unternehmen ist hingegen um 0,9 Prozent gestiegen. Diese Beobachtung zeigt, dass sich gerade größere Thüringer Unternehmen im aktuellen internationalen Geschäft schwertun.

Für die Bundesrepublik ergeben sich teils konträre Entwicklungen: So ist das Ausfuhrvolumen um 2,0 Prozent geschrumpft und das Importvolumen sogar um deutliche 10,1 Prozent zurückgegangen. Dies ist zum Teil auf rückläufige Import- und Exportpreise zurückzuführen. Aber auch real sind die Warenausfuhren und -einfuhren gegenüber dem Vorjahr gesunken. Bei einem Handelsvolumen von insgesamt 2,9 Billionen Euro erzielte Deutschland einen Handelsbilanzüberschuss von 210 Milliarden EUR. 

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