Südkorea hat sich nach dem Korea-Krieg von einem verarmten, kriegszerstörten Agrarland ohne wesentliche Rohstoffvorkommen zunächst zu einem der vier Tigerstaaten entwickelt – eine Gruppe von ost- und südostasiatischen Ländern, die bedeutende wirtschaftliche Fortschritte erreichten. Heute zählt das Land mit seinen über 50 Millionen Einwohnern auch dank international erfolgreicher Konzerne wie Samsung, LG und Hyundai sowohl zur Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) als auch zu den sogenannten „Next Eleven“, den bedeutendsten Schwellenländern nach den BRICS-Staaten.
Vor allem unter dem südkoreanischen Präsidenten Park Chung-hee und einer staatlich gelenkten Wirtschaftsentwicklung konnten seit 1961 große Erfolge erzielt werden. Einen bedeutenden Anteil an dem wirtschaftlichen Aufstieg des Landes hatten in den Folgejahrzehnten insbesondere auch familiengeführte Unternehmenskonzerne, die sogenannten „Chaebol-Unternehmen“, die bis heute in vielen Branchen marktführend die Wirtschaftsstruktur prägen.
Dank hoher Investitionen in Forschung & Entwicklung hat sich Südkorea als einer der innovativsten Industriestandorte etabliert. Besonders technologieintensive Bereiche wie Halbleiter, IT-Komponenten, Batterietechnik, Sensorik und Optoelektronik sind zentrale Wachstumstreiber, die einen festen Platz in der südkoreanischen Industriepolitik gefunden haben.
Die Thüringer Unternehmensreise nach Südkorea (14. bis 18. September) knüpft genau hier an: In Kooperation mit Germany Trade and Invest (GTAI) wird im Rahmen einer sogenannten Clustervermarktungsreise für die Optoelektronik eine weitere Intensivierung der bilateralen Geschäftsbeziehungen forciert. Weitere Informationen zur Reise finden Sie auf der Veranstaltungswebsite.
